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Jung, hübsch und die mutigste Frau der Welt

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Marisol Valles García. Gerade einmal 20 Jahre jung, Kriminalistik-Studentin und schon ist sie die neue Chefin der Polizei von Guadalupe in Tijuana/Mexiko. Sie will es jetzt mit gefährlichsten Gesellschaft überhaupt aufnehmen - Drogen, Mord...

Guadalulpe. In der Mexikanischen Stadt sind die Drogenkartelle besonders aktiv. Erst im Juni wurde der Bürgermeister ermordet sowie mehrere Polizisten verschleppt und umgebracht. Und da kommt die neue Polizeichefin, eine 20-jährige Studentin. Scheinbar hat sich sonst niemand getraut den Job zu übernehmen. Ihre Aufgabe ist zwar nicht die direkte Bekämpfung der Drogenbosse, aber muss die Straßen sauber halten und den Schutz der Bevölkerung sicher stellen.

Sie will mit aller Kraft die Mexikanischen Bürger vor den Drogen-Killern schützen. Ihr Job ist der vielleicht gefährligste der Welt. Und diesen traut sich scheinbar sonst kein Mann übernehmen zu wollen. Da muss erst eine recht unerfahrene 20-Jährige kommen. Traurig traurig. Scheinbar gibt es genügend Mexikaner mit gefährlichen „Jobs“ – siehe alle Mitarbeiter in der Drogen- und Mord-Branche. Da findet sich kein erfahrener Polizist, der schon auf den Straßen unterwegs war und genügend Mut hat?

Nicht, dass man es ihr nicht zutrauen könnte. Genügend Mut hat sie ja schon mal. Denn sie studiert in Ciudad Juárez – die gefährlichste Stadt Mexikos. Wer in einem Ort studiert, in dem es seit Jahresbeginn schon über 2000 Morde gegeben hat, bringt wohl auf jeden Fall genug Mumm mit.

Seit 2006 gibt es eine Regierungsoffensive gegen den Drogenhandel. Die Polzei wird dabei durch 50.000 Soldaten unterstützt. Bereits 28.000 Menschen verloren in diesem brutalen Kampf ihr Leben.

Und in dieser harten Welt wird nun eine 20-Jährige ihre Stärke zeigen müssen. Das verdient absoluten Respekt und leider auch viel, sehr viel, Glück.

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