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Privatspähre ist altmodisch

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Mark Zuckerberg, Gründer und Vorstandsvorsitzender von facebook.com hält Privatsphäre für ein überholtes Konzept. Bei einem geschätzten Vermögen von 4 Milliarden Dollar lässt sich das einfach sagen. In dieser Position ist es sicher nicht einfach ein zurückgezogenes leben.

Aber vielleicht liegt er da gar nicht so falsch. Schaut man sich Profile, Funksprüche, Aktivitäten und Pinnwandeinträge mancher Menschen, auch Bekannter, an, fragt man sich wo die persönliche Privatsphäre geblieben ist und wo bei diesen die Obergrenze bei der Veröffentlichung des eigenen Lebens liegt. Gerade auf StudiVz schaue ich mir Profilseiten an und frage mich: Gehts noch?

Als ob es nicht reicht, sein ganzes Leben in Schriftform auf der Profilseite und der Pinnwand darzulegen, ist man noch auf rund  400 Fotos verlinkt, die sämtliche peinlichen Aktionen und Posen der letzten zehn Jahre darstellen. Zu den Verlinkungen kommen noch 20 eigene Fotoalben mit je 200 Bildern von den letzten Partys. Auf diesen Bildern sind dann hauptsächlich Menschen abgebildet, die mit weit geöffnetem Mund in die Linse grölen. So beseitigt man nicht nur seine eigene Privatsphäre, sondern dringt auch noch in die, der anderen ein. Wenn die Funktion freigeschaltet ist, werden die gleich mit verlinkt.
Ein Großteil der deutschen Studenten und Jugendlichen ( und viele „Erwachsene“ nicht zu vergessen) gibt auf der roten Facebook-Nachahmung intime Details von sich preis, die somit auch jedem anderen Nutzer zur Verfügung stehen. Andere Nutzer können auch Arbeitgeber sein, die sich ihre Bewerber schon mal über dieses Social Network anschauen.

Fragt sich doch, was noch alles so kommt. Das Ende dieser Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Gott sei Dank kann man Self-Promoter mittlerweile ignorieren oder als Nervensäge markieren.

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