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Schluss mit der „Übergleichheit“

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Bisher verhielt es sich so, dass bei unehelichen Kindern die Frau die alleinige „Herrschaft“ bekam. Das bestimmte sogar das Gesetz. In der Verfassung festgelegt, ging das alleinige Sorgerecht an die Mutter, was wohl kaum dem Wohl des Kindes dient. Sie entscheidet auch über den Kontakt des Kindes zum Vater. Somit steht die willkürliche Entscheidung der Frau über den Bedürfnissen von Kind und Vater. Sie bestimmt sogar, wer rechtlich der Vater ist, ob Erzeuger oder nicht. In 90 000 Fällen jährlich werden dem Kind Vater, wie Großeltern von der Mutter vorenthalten. Selbst bei geregelten Besuchsterminen nach einer Scheidung kommt meist zur Entfremdung der Kinder zum Vater. Das dem Vater das Sorgerecht vorenthalten wird, ist eine vom deutschen Gesetz unterstütze Verletzung des Menschenrechts.

Dieser Verfassungsbeschluss setzt das Recht der Selbstbestimmung der Frauen über die grundlegenden Rechte von Kindern und Vätern. Will Sie nichts mehr mit dem Kindsvater zu schaffen haben, hat das ebenso für die Kinder zu gelten. Natürlich ist das nicht der Regelfall, kommt jedoch sehr häufig bei vielen Scheidungen vor. Bisher wurden Klagen der Väter wegen fehlender gesetzlicher Grundlage von den Gerichten abgewiesen. Nur die Mütter haben ein Vetorecht. Da gibt es nicht mehr viel von der Geschlechtergleichheit. Und dass Frauen die besseren Erzieher sind, ist wohl kaum die Regel. Gewalt, Sucht, Neurosen und Beziehungsunfähigkeit finden sich beim weiblichen wie männlichen Geschlecht. Alleinerziehende Frauen, die unfähig sind ihre Kinder zu erziehen, dokumentieren die deutschen Privatsender ja von früh bis spät.

Dieser himmelschreienden Ungerechtigkeit wurde vom Bundesverfassungsgericht jetzt aber ein Riegel vorgeschoben. Wenn der  Vater es beantragt, kann weiterhin ein gemeinsames Elternrecht bewirkt werden. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat 2009 entschieden, dass die deutsche Sorgerechtsregelung nichteheliche Väter diskriminiert und ihr Recht auf Familie verletzt. Die Neuregelung der elterlichen Sorge soll durch bessere Vermittlungsangebote für Eltern, die sich, was das Sorgerecht angeht nicht einigen können unterstützt werden. Momentan können Eltern nur über das Gericht eine Entscheidung herbeiführen. Für die Zukunft wird davon gesprochen, außergerichtliche Lösungen zu finden um Einigungen zu erreichen, durch z.B. Paarberatung und Meditation. Wie sinnvoll das ist, muss sich noch zeigen.

Vielleicht kann bei der Erneuerung der Gesetzesvorlage auf  geschlechtsspezifische Formulierungen und Benachteiligungen verzichtet werden.

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