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Selbst Schuld!!! (Natur-)Liebe macht blind

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Herr, vergib ihnen nicht, denn sie wissen genau, was sie tun. Voller (Polizei)Einsatz für Stuttgart 21

Frei nach den Mottos:

Handschellen sind das beste Abführmittel.

Und

Gewalt ist die beste Lösung.

verlief die Abwehrreaktion der Polizei zu den Protesten gegen den Umbau des Bahnhofs Stuttgart 21. Bei solch schockierenden Bildern (siehe oben) frag ich mich, ob nicht so manche verantwortliche Führungspersönlichkeit sich an den Kopf fasst und ins Leere greift.

Allerdings scheinen nicht alle Demonstranten so friedlich gewesen zu sein, wie es den ersten Anschein hatte. Ein Bericht über Dietrich Wagner (bekannt durch das Foto): „Wagner räumt im Gespräch mit stern.de ein, dass er bei der Demonstration am vergangenen Donnerstag im Stuttgarter Schlossgarten „zwei oder drei Kastanien“ geworfen habe. „Das war aber ein symbolischer Akt ohne jede Wirkung, sagt er. Das hat mit dem, was nachher passiert ist, nichts zu tun. Es sei in deutlichem zeitlichem Abstand zur Verletzung durch den Wasserwerfer geschehen, er habe die Polizei also nicht provoziert.“

Was es nun wirklich war, weiß wohl nur Herr Wagner. Genauso, ob das „Kastanien werfen“ nicht unmittelbar vor der heftigen Wasserattacke statt fand. Aber sei es, wie es will – Kaum eine Demonstrantenaktion rechtfertigt das Vorgehen der Polizei. Mit Kastanien beworfen zu werden, kratzt vielleicht das Ego eines Polizisten etwas an, aber, dank Schutzausrüstung mit Helm, Visir etc., mehr auch nicht.  Dafür gibts gleich erstmal nen ordentlichen Strahl vom Wasserwerfer ins Gesicht – passiert ja auch nichts außer „beidseitig schweren Prellungsverletzungen. Die Lider sind zerrissen, der Augenboden eines Auges gebrochen, die Netzhaut vermutlich eingerissen… Die Linsen sind zerstört, sie müssen durch Kunstlinsen ersetzt werden.“ Scheinbarwurden auch Kinder und Jugendliche nicht verschont. Die Schüler flogen da rum, sie stürzten im Wasserwerferstrahl über die Bierbänke“, so Wagner.

„Alles hat seine Grenzen, nur die menschliche Dummheit ist unbegrenzt.“

Mikrofone sind das einzige, was sich Politiker gerne vorhalten lassen. Deshalb schlug Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) den 80-jährigen früheren CDU-Generalsekretär Heiner Geißler am Mittwoch als Schlichter vor. SPD und die Grünen stellen sich natürlich auch gleich gegen Stuttgart 21 und verlangten den Baustopp als Bedingung für die Gespräche. Die Linke bringt einen Untersuchungsausschuss mit in den Topf. Der Grüne Fraktionschef Kretschmann zweifelt am Sinn der Vermittlungsgespräche, da Ministerpräsident Mappus schon verkündete, dass der Bahnhof auf jeden Fall gebaut wird. „Was sollen Gespräche dann für einen Sinn haben? Dann tragen wir nur Monologe vor, und das kann es nicht sein.“ Hat der grüne Mann ja auch recht. Renate Künast meint: „Alle Zahlen und Fakten müssen auf den Tisch.“ Was sonst. Die ehemalige SED hat dann natürlich auch noch was zu sagen und spricht von„veralbert“ – Gregor Gysi.

Wie es scheint hat man sich bisher auf so etwas wie einen „vorläufigen Baustopp“ geeinigt. Was auch immer das heißen mag. Man redet und redet und redet und diskutiert und wertet aus. Mal abwarten, was noch kommt…


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